Saisonauftakt mit Wiener Derby

Mitte April. Es ist wieder so weit! Fahrgäste der Straßenbahnlinie N wundern sich über weiße Wurfgeschosse, die gefährlich nahe neben ihnen einschlagen. Hauptalleespaziergänger legen eine kurze Pause ein, um die lustigen Uniformen von einer Schar jungen Männer zu begutachten. Und die Kantine der Askö Spenadlwiese macht endlich wieder Umsatz. Es kann sich nur um den Beginn der Baseballsaison in Wien handeln!

 


12.04.2003 - Spiel 1 I II III IV V VI VII VIII IX X   R H E  
Wanderers 0 0 2 2 0 0 0 0 0     4 4 5  
Metrostars 0 1 7 0 1 1 0 0 X     10 8 3  

David Körber hatte die Ehre das erste Spiel für die Metrostars am mound zu starten. Im ersten Durchgang der gegnerischen Lineup blieb er durchaus souverän. Ab dem dritten Inning schlichen sich jedoch ein paar Fehler der Verteidigung und der eine oder andere Hit ein. Den fünften Spielabschnitt kürte er noch mit zwei Strike Outs und übergab dann an Tim Karp,
franzi
Franzi at bat..
den US-Legionär, der genauso wie
Gregor Klinc im letzten Inning, die Wanderers mit harten Fastballs eher schlecht ausschauen ließ. Mittlerweile ging die Metrostars'sche Offence ans Werk. Dass Jan Woletz und Franz Haisjackl erst die Plätze 6 und 7 in der Lineup einnahmen sagt wohl viel über das Schlagpotenzial dieser Mannschaft aus. Kaum Strike Outs, eine Anzahl von Walks und immer wieder relativ gute Ballkontakte -  dies verhalf den Mets zu 10 Runs in dieser Partie. Anzumerken wäre hier einerseits, dass schöne Schläge - z.B. von Christoph Mayer oder Franz Haisjackl - nicht mit einem Hit belohnt wurden, andererseits: man hat die Metrostars schon mal besser schwingen gesehen...

 

 

 

12.04.2003 - Spiel 1 I II III IV V VI VII VIII IX X   R H E  
Wanderers 4 3 0 1 0 0 1 0 0 9 8 1
Metrostars 2 0 1 0 2 0 1 0 0 6 16 3

 

raoul
Raoul scores..

 

Das zweite Match des Tages fing eher mit Ernüchterung an:

Starting Pitcher Lukas Schneider musste mit gravierenden Kontrollproblemen kämpfen und wurde nach 5 consecutive Base on Balls, 4 Runs und erst einem Out noch im ersten Inning durch Kyros Straub ersetzt. Dieser holte mit nur einem Fastball und einem darauffolgenden 5-3-2 (anm.: ja, das geht auch) double play seine Feldspieler wieder ins dugout. Der Gegenschlag der Mets fiel mit zwei Runs eher bescheiden aus. Auch in den folgenden Innings konnte wenig gegen den Lefty Netzold ausgerichtet werden. Mit der Ausnahme von Lutz Rauch waren gute Schläge selten. Die Wanderers hingegen konnten auf Straub weiter scoren, woraufhin dieser im 5. Spielabschnitt durch Franz Haisjackl ausgewechselt wurde. Haisjackl war zwar in guter Form, doch die Defence ließ ihn diesmal im Stich und so konnten die Gegner ihre Führung auf 9 Runs ausbauen. Pedro Klinc übernahm die letzten zwei Innings am mound, wobei er gerade mal 6 Batter zu Gesicht bekam. Zwei klägliche Versuche im 5. und im 8. Inning das Steuer noch herumzureißen gelangen nicht und so musste man mit einer 6:9 Niederlage den ersten Spieltag beenden.

 

 

 

 

bench
watching the game..

 

Wie vom letzten Jahr gewohnt, war an diesem Tag wieder kein freier Platz mehr im dugout. Und wie im letzten Jahr, muss Coach Tim Patrick versuchen das Beste aus dem riesigen Kader zu schöpfen. Man darf sich also nicht wundern, dass in nächster Zeit die Taktik der Metrostars auf vielen Spielerwechsel basieren wird. Vor allem die batting-lineup wird davon betroffen sein. Das Pitchingstaff dagegen ist schon längst aus dem Winterschlaf erwacht. 18 Ks im ersten Spiel sprechen für sich (und vielleicht auch gegen die Lineup der Wanderers). Lukas Schneider, der noch etwas unausgeschlafen wirkt, wird sicher auch noch Gelegenheit haben, seinen ERA wieder aufzupolieren.

 

D.K.

 

 

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Bilder vom Spiel

Spielbericht auf BaseballAustria.com